Beratung bei psychischen Erkrankungen & Hundehaltung

Ein Hund kann im Alltag emotional unterstützen, Struktur geben und Nähe ermöglichen.
Gleichzeitig stellt Hundehaltung – insbesondere bei psychischen Erkrankungen – eine erhebliche Verantwortung dar.

Zwischen hilfreicher Unterstützung und unbewusster Überforderung des Hundes liegt oft nur ein schmaler Grat.

Genau hier setzt unsere Beratung an.

Warum Hundehaltung bei psychischen Erkrankungen besondere Fachkenntnis erfordert

Psychische Erkrankungen wirken sich nicht nur auf den Menschen aus, sondern auch auf das Zusammenleben mit dem Hund.

Typische Herausforderungen sind unter anderem:

  • wechselnde Belastbarkeit und Tagesform
  • Rückzug, Antriebslosigkeit oder Überforderung
  • erhöhte emotionale Abhängigkeit vom Hund
  • unbewusste Übertragung von Stress, Angst oder Anspannung
  • Hunde reagieren sensibel auf Stimmungen, Körpersprache und innere Zustände.

Was für den Menschen entlastend gemeint ist, kann für den Hund schnell zur Dauerbelastung werden.

Unser Beratungsansatz

Unsere Beratung verbindet hundfachliche Kompetenz mit Kenntnissen im Umgang mit psychischen Erkrankungen.

Im Mittelpunkt stehen:

  • der Mensch mit seiner individuellen Situation
  • der Hund mit seinen Bedürfnissen, Grenzen und Ressourcen
  • der gemeinsame Alltag

Dabei geht es nicht um Bewertung, sondern um realistische Einschätzung und verantwortungsvolle Entscheidungen.

Was wir gemeinsam betrachten

In der Beratung beleuchten wir unter anderem:

  • Welche Erwartungen bestehen an den Hund?
  • Welche Rolle soll der Hund im Alltag einnehmen?
  • Wie belastbar ist der Mensch aktuell?
  • Wie reagiert der Hund auf emotionale Spannungen?
  • Welche Schutzmechanismen braucht der Hund?

Nicht jede Schwierigkeit ist ein Trainingsproblem – und nicht jede Lösung liegt im Hund.

Abgrenzung zu Therapie und medizinischer Behandlung

Unsere Beratung ersetzt keine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung.

Wir arbeiten:

  • ergänzend
  • alltagsnah
  • hundefachlich

Eine enge Anbindung an bestehende therapeutische Strukturen ist sinnvoll und wird von uns ausdrücklich begrüßt.

Beratung heißt auch: Grenzen erkennen

Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die ehrliche Reflexion.

Dazu gehört auch:

  • zu benennen, wenn ein Hund überfordert ist
  • aufzuzeigen, wenn Erwartungen unrealistisch sind
  • Alternativen zur Hundehaltung oder zur gewünschten Rolle des Hundes zu besprechen
  • Pausen oder Entlastung zu empfehlen

Diese Gespräche sind in seltenen Fällen auch mal unbequem – sie dienen jedoch dem Schutz von Mensch und Hund.

Für wen unsere Beratung sinnvoll ist

Unsere Beratung richtet sich an Menschen,

  • die mit einer psychischen Erkrankung leben
  • die bereits einen Hund haben oder die Anschaffung überlegen
  • die unsicher sind, welche Rolle ein Hund übernehmen kann oder sollte
  • die Wert auf fachliche Ehrlichkeit statt auf Versprechen legen

Ein Hund kann eine wertvolle Bereicherung sein – aber er ist kein Therapeut, kein Stabilisator und kein Ersatz für professionelle Hilfe.

Verantwortungsvolle Hundehaltung beginnt mit einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den eigenen Möglichkeiten und den Bedürfnissen des Hundes.

Dabei unterstützen wir Sie mit Fachwissen, Sensibilität und klarer Haltung.

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